Storys zu außergewöhnlichen Senioren

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Alt und senil, debil? Je oller je doller!

Der ein oder andere kennt es. Die täglichen Anzeichen des Älterwerdens. Die Schmerzen in den Gliedern und Knochen beim Aufstehen beginnen oftmals schon mit Mitte 30. Neue Dinge erlernen, Schritthalten mit der Technik und Geschwindigkeit des modernen Alltags. Oftmals schon für junge Menschen eine hohe Belastung. Wie soll das erst im Alter werden, fragt man sich da leicht.

Sicherlich stehen die Zeiger der Zeit nicht still. Das dieses Gesetzt aber scheinbar nicht für alle gilt zeigen uns ganz besondere und außergewöhnliche Menschen, die noch im hohen Alter neue Wege gegangen sind, und außergewöhnliche Dinge vollbracht haben.

Ein Adrenalin-Junkie mit 85.

Wo manch anderer egal welchen Alters, niemals Ein- oder besser gesagt Aussteigen würde, konnte eine Senioren aus Greiz nur müde lächeln. 2014 berichteten mehrere Medien über das extreme Hobby der Seniorin Ida Schneider. Mit 66 Jahren fing die, zu dem Zeitpunkt 85 jährige, mit dem extremen Hobby Fallschirmspringen an. Damals erzählte sie einem Bekannten in ihrer örtlichen Chorgruppe davon, welcher sie spontan einlud einmal mitzuspringen. Mittlerweile hat sie mehr als 111 Tandemsprünge absolviert und während sich andere in ihrem Alter zur Ruhe setzen, juckt es der Seniorin aus Münchenbernsdorf in Greiz schon wieder in den Fingern. Sie schildert es wie eine Art Sucht und in den Sekunden des freien Falls genießt sie die Freiheit. Sie jodelt und singt dann gerne aus voller Brust. Selbst rückwärts und mit Überschlag ist sie mittlerweile schon gesprungen. Keine Frage das sie da nicht einmal eine Knieoperation vom Springen  abgehalten hat.

Selbst der Geschäftsführer des Deutschen Fallschirmsportverbundes, Helmut Bastuck ist von Ida Schneider begeistert. Er kennt viele Senioren die ein paar Dutzend Sprünge absolviert habe, aber so viele Sprünge und in dem Alter wie Ida Schneider, das ist absolut herausragend.
Wir wissen nicht ob Ida immer noch springt, aber wenn dann wünschen wir ihr alles Gute und noch viele Adrenalin-Kicks. Wir ziehen den Hut und sagen einfach nur beispiellos.

Oma-cum laude

Eine weitere bemerkenswerte Leistung zeigte eine Seniorin im April 2017. Nachdem Helga Schwarz alleine ihre Tochter groß gezogen, ihre kranke Mutter gepflegt hat und nebenbei noch Vollzeit als Bibliothekarin gearbeitet hat, widmete sich die heute 85 Jährige ihrer eigentlichen Leidenschaft, der Wissenschaft.
Bereits 1988 hatte sie sich für den Magister Studiengang Bibliothekswissenschaften eingeschrieben. Ihren Abschluss machte sie 1995. Damals war sie 59 Jahre alt.
Gerne hätte sie sofort mit ihrer Doktorarbeit begonnen, allerdings hatten zu dem Zeitpunkt andere Dinge Priorität. Jetzt hat sie es endlich geschafft An der Humboldt-Uni fand Schwarz eine Professorin für ihr Thema. Sechs Jahre forschte und schrieb sie. „In meinem privaten Umfeld habe ich wirklich niemandem etwas gesagt“, erzählt sie, „die wollte ich alle erst mit dem Ergebnis überraschen.“
Und das kann sich sehen lassen: eine wissenschaftliche Abhandlung mit 522 Seiten. Note: magna cum laude (sehr gut).
Wir sind restlos begeistert, was durch den Willen und die Hingabe egal in welchem Alter aller erreicht werden kann. Wir hoffen euch damit ein bisschen motiviert zu haben. Lasst euch nicht abhalten von euren Träumen, egal in welchem Alter.

Bildquelle

Shutterstock 797669914

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