Mehr Lust zu Zweit - So können Sie die Libido steigern

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Fortschreitendes Alter geht in vielen Fällen mit einem Nachlassen der Libido, also des Sexualtriebes einher, was für die Betroffenen, zu denen nich nur Männer, sondern auch Frauen gehören, unangenehm ist. Vor allem für all diejenigen, die in einer Beziehung leben, in der Erotik und sexuelle Aktivität trotz des Alters weiterhin eine wichtige Rolle spielt, kann ein nachlassender Sexualtrieb eine echte Beeinträchtigung der Beziehungsqualität bedeuten. Aber auch Singles im Alter von 55 oder mehr Jahren empfinden eine nachlassende Libido oft als sehr belastend, denn auch als ältere, alleinstehende Person kann man ja durchaus Freude an Zärtlichkeit und Sex haben und möchte sie mit einem Partner oder einer Partnerin ausleben. Aber es gibt inzwischen Mittel und Wege, wie Sie Ihre Libido (wieder) steigern können.

Wodurch kann der Sexualtrieb beeinträchtigt werden?

Der beste Weg, den eigenen Sexualtrieb auch in höherem Alter aufrechtzuerhalten besteht darin, die inneren und äußeren "Feinde" zu kennen, die sich negativ auf ihn auswirken können. Wenn Ihnen diese nämlich bekannt sind, ist das der erste Schritt, um sie zu besiegen und Ihren Sexualtrieb wieder zu steigern.

Umwelthormone bzw. endokrine Disruptoren

Eine wichtige Rolle bezüglich eines nachlassenden Sexualtriebs spielen von außen auf den Menschen einwirkende Umweltgifte, also chemische oder unnatürliche Substanzen, die im menschlichen Organismus wie Hormone wirken, weshalb sie die Medizin auch als Umwelthormone oder endokrine Disruptoren bezeichnet. Diese Umwelthormone können das menschliche Hormonsystem nachhaltig stören und schädigen. Zu den wichtigsten endokrinen Disruptoren gehören unter anderem:

  • Isolier- und Kühlmittel (vor allem polychlorierte Biphenyle, kurz PCBs)
  • Weichmacher für Plastik (Phthalate genannt)
  • Pestizide
  • Herbizide
  • Insektizide

Die hier aufgelisteten Stoffe zählen zu den von außen auf den menschlichen Organismus einwirkenden Giften. Das bedeutet aber, dass Sie versuchen können, sich ihrem Einfluss und ihren schädlichen Auswirkungen zu entziehen und so ihren ganz natürlichen Drang nach sexueller Betätigung auch in höherem Alter zu bewahren oder sogar zu steigern.

Wie man sich vor Umwelthormonen schützen kann

Um solchen Umwelthormonen möglichst aus dem Weg zu gehen, raten Fachleute dazu, sie so gut wie möglich aus dem alltäglichen Leben zu verbannen, beispielsweise durch den verstärkten Verzehr von Lebensmitteln aus biologischem Anbau und durch das Trinken von Wasser, das mittels eines EVA-Filters von Pestiziden und anderen Umweltgiften befreit ist. Außerdem sollten auch Senioren regelmäßig für eine Entgiftung Ihres Organismus sorgen, beispielsweise durch die Teilnahme an speziellen Fastenkuren. Im Rahmen einer solchen Kur werden viele aufgenommene Giftstoffe ausgeleitet, können sich nicht im Organismus anreichern und ihn langfristig schädigen, z. B. durch die Schwächung Ihres Sexualtriebes.

Elektrosmog als mögliche Ursache für nachlassenden Sexualtrieb

Unsere Welt ist so technisiert, dass es uns kaum noch gelingt, uns den zahllosen Quellen für Strahlung sowie den sich bildenden elektrischen Feldern zu entziehen. Dieser Elektrosmog umgibt uns jeden Tag, ob wir wollen oder nicht und beeinflusst unseren Organismus, leider meist unbemerkt und nachhaltig. Der Mensch verfügt zwar selbst über ein schwaches, elektromagnetisches Feld, das ihn umgibt, der ständige Kontakt mit den ihn umgebenden Strahlungs- und Energiequellen führt aber zu einer für den Organismus schädlichen Erhöhung des körpereigenen Feldes. Wenn Sie beispielsweise in der Großstadt leben und täglich in einem Büro arbeiten, kann die elektrische Spannung in Ihrem Körper bis zum 40-fachen des Normalwertes ansteigen. Elektrosmog hat leider auch Auswirkungen auf die Hormondrüsen, wie Studien gezeigt haben. So wiesen Personen, die über einen Zeitraum von knapp 14 Tagen täglich für etwa 25 Minuten mit dem Handy telefonierten, deutlich verringerte Melatonin-Werte auf. Gerade dieser, in der Zirbeldrüse produzierte Stoff ist aber mit verantwortlich für den menschlichen Sexualtrieb.

Möglichkeiten, den Elektrosmog zu reduzieren

Zwar können Sie dem Elektrosmog heute nicht mehr vollständig aus dem Weg gehen, dennoch haben Sie Möglichkeiten, seinen Einfluss auf Ihren Körper und damit auf ihren Sexualtrieb zu reduzieren. Das erreichen Sie ganz einfach dadurch, dass Sie z. B. vor dem Zubettgehen alle elektrischen Geräte in ihrer Nähe ausschalten und sie nicht im Standby-Modus belassen. Hilfreich kann es auch sein, für die Zeit der Nachtruhe die Sicherung für das Schlafzimmer abzuschalten. Darüber hinaus ist es sinnvoll, das Handy beim Telefonieren nicht direkt an das Ohr zu halten, sondern die Freisprechfunktion zu nutzen oder über Kopfhörer mit Ihrem Gegenüber zu sprechen.

Körpereigene Faktoren für nachlassenden Sexualtrieb

Neben den von außen wirkenden Einflussfaktoren spielen auch innere Prozesse, Organe und Stoffe eine Rolle, wenn es um den Sexualtrieb geht. Gerade bei Senioren zeigen sich ja nicht selten hormonelle Veränderungen oder eine sich verändernde Funktionsweise von Organen, von denen manche für den Sextrieb mitverantwortlich sind, etwa die Schilddrüse. Die nächsten Abschnitte geben einen Überblick über diese körpereigenen Faktoren und darüber, wie Betroffene gegensteuern können.

Libidoverlust durch gestörte Schilddrüsenfunktion

Es gibt ja bekanntlich eine Über- und Unterfunktion der Schilddrüse und beide können sich negativ auf Ihren Sexualtrieb auswirken. Als Überfunktion werden beispielsweise Morbus Basedow oder Hashimoto Thyreoiditis angesehen. In den Bereich der Schilddrüsen-Unterfunktion fällt hingegen eine Anreicherung von Fluoriden in der Schilddrüse, die das Schilddrüsenhormon T4 in seiner Funktion behindern. Vor allem bei einer Unterfunktion sorgt die Schilddrüse für das Zurückfahren des Stoffwechsels, wodurch in der Folge der Sexualtrieb gebremst wird. Schützen können Sie sich, indem Sie die Versorgung Ihres Organismus mit Jod und auch Selen sicherstellen. Allerdings sollten Sie darauf achten, dass Sie nicht zu viel Jod zu sich nehmen. Das gleiche gilt für Fluorid, dass in vielen Produkten enthalten ist und bei zu großer Menge schädliche Wirkungen entfaltet. Selen hingegen gilt als ein Stoff, der bei den meisten Menschen des europäischen Raums eher in zu geringer Menge enthalten ist. Neben Selen ist auch der Vitamin-B-Komplex hilfreich, die Schilddrüsenfunktion zu erhalten.

Zusammenhang zwischen Serotonin und Sexualtrieb

Gängige Lehrmeinung war bisher, dass die Geschlechtshormone Östrogen (bei Frauen) sowie Testosteron (bei Männern) den größten Einfluss auf den Sexualtrieb haben. Allerdings gibt es Erkenntnisse, dass Serotonin, Noradrenalin und Dopamin wesentlich größeren Einfluss darauf ausüben, in welchem Maße der Mensch sexuell aktiv ist oder eben nicht. Das wird verständlich, wenn Sie wissen, dass Serotonin ein sogenannter Antagonist von Progesteron ist. Dieses wiederum stellt ein Schlüsselhormon für das Ausmaß des Sexualtriebes dar. Produziert Ihr Organismus zu wenig Serotonin, steigt Ihr sexuelles Verlangen an. Wird hingegen zu viel Serotonin hergestellt, kommt es zur umgekehrten Wirkung. Wenn Sie Ihren Sexualtrieb steigern möchten, sollten Sie daher beispielsweise auf Medikamente mit Serotonin oder Tryptophan verzichten. Bei Letzterem handelt es sich um eine Aminosäure, die zu den Bausteinen zählt, aus denen sich Serotonin zusammensetzt. Für Frauen gilt es hingegen, den Östrogenspiegel zu senken, beispielsweise durch Verwendung der Wild-Yam-Wurzel.

Verhütungsmittel mit Auswirkungen auf den Hormonhaushalt

Obwohl sie ein wichtiges Verhütungsmittel darstellt, gilt die Pille als einer der wichtigsten "Libidokiller" der heutigen Zeit. Zugegeben, ältere Semester nutzen die Pille vermutlich nicht mehr, aber da der Abbau der durch sie aufgenommenen, libidosenkenden Bestandteile sich sehr häufig über einen längeren Zeitraum erstrecken kann, ist es wichtig, ihre möglichen Auswirkungen zumindest zu kennen.

Übergewicht als mögliche Ursache für abnehmendes sexuelles Verlangen

Das Hormonsystem des Menschen ist eng mit dem Körpergewicht verbunden und vor allem übergewichtige Männer, bei denen sich Baufett angesammelt hat, leiden sehr häufig unter einem bis zu 40 Prozent niedrigeren Testosteronwert. Zum Glück ist dieser Stoff aber nur indirekt am Sexualtrieb beteiligt und er übernimmt nur dann eine wichtige Rolle, wenn er bisher gefehlt hat. Sie können Ihren Sexualtrieb wieder steigern, wenn Sie zunächst einmal Ihr Körpergewicht reduzieren. Falls Sie dann noch Sport treiben, sorgen Sie ebenfalls dafür, dass ihr sexuelles Verlangen steigt, vor allem direkt nach Abschluss der jeweiligen Trainingseinheit. Hier sei erwähnt, dass das Krafttraining gegenüber dem Ausdauertraining den größeren Effekt bezüglich der sexuellen Lust nach sich zieht. Die von Medizinern als sinnvoll erachteten 90 Minuten in der Woche können nicht so geübte Sportler auch in Form von dreimal 30 Minuten absolvieren, das ist nicht so anstrengend und soll sogar hilfreicher sein, als eine extreme Anstrengung am Stück.

Zucker hat Auswirkungen auf den Testosteronspiegel

Neben zu wenig Bewegung und dem daraus resultierenden Übergewicht kann auch zu viel Zucker dafür verantwortlich sein, dass der Testosteronwert absackt und sich negativ auf Ihr sexuelles Verlangen auswirkt. Sie können also Ihren Sexualtrieb einfach dadurch ankurbeln, dass Sie auf Zucker verzichten bzw. den Genuss von zuckerhaltigen Nahrungsmitteln oder Getränken zumindest ein wenig reduzieren. Untersuchungen haben allerdings ergeben, dass sich der nachteilige Effekt von zu viel Zucker nur bei Männern einstellt. Eine Versuchsgruppe zeigte nach der Zufuhr einer Lösung aus Glucose einen um 25 Prozent niedrigeren Testosteronwert, als eine Vergleichsgruppe, die keine Glucose-Lösung erhielt.

Mangel an Licht beeinflusst den Sexualtrieb

Wenn in den kalten Jahreszeiten das Wetter schlechter ist und die Sonne nicht so häufig scheint, macht sich bei vielen ein Mangel an Vitamin D3, auch als Calcitriol bezeichnet, bemerkbar. Vitamin D3 wird in Ihrer Haut produziert, wozu allerdings Sonnenlicht benötigt wird. Das Licht bzw. das Vitamin D3 hat direkte Auswirkungen auf Ihren Sexualtrieb, davon zeugt nicht zuletzt die Bezeichnung "Frühlingsgefühle", die vermutlich durch die verstärkte Produktion von Vitamin D3 ab dem Frühling ausgelöst werden. Viele Senioren verlassen im Winter aus Angst vor Schnee und Eis nicht mehr so häufig ihre Wohnung und rutschen dadurch schnell in diesen Mangel an Vitamin D3. Diesen können Sie aber leicht ausgleichen, indem Sie entsprechende, vom Arzt verordnete Präparate einnehmen. Auf diese Weise kann sich solch ein Mangel gar nicht erst entwickeln und Ihr Sexualtrieb wird es Ihnen danken.

Die Psyche als mögliche Ursache für nachlassenden Sexualtrieb

Nicht nur körperliche Ursachen können das Abnehmen des sexuellen Verlangens auslösen, sondern auch psychische Probleme. Das können schleichende seelische Konflikte ebenso sein, wie ein erlittenes Trauma. Sie sollten aber immer bedenken, dass die psychische Verhasstheit in nicht unwesentlichem Umfang vom Hormonhaushalt gesteuert wird. Sitzungen beim Psychologen sind zwar unter Umständen sinnvoll, können aber stets nur eine begleitende Maßnahme beim Bestreben sein, wieder Freude an der körperlichen Liebe und Erotik zu haben und das eigene sexuelle Verlangen zu steigern.

Pflanzen, die den Sexualtrieb steigern können

Nicht immer helfen Medikamente dabei, das sexuelle Verlangen wieder anzukurbeln. Manchmal können pflanzliche Hausmittel oder Präparate aus dem Bereich der Naturheilkunde bzw. der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) etwas bewirken. Auch wenn ältere Menschen solchen Mitteln nicht immer vertrauen, so haben doch Untersuchungen gezeigt, dass einige Pflanzen durchaus dazu geeignet sind, Ihnen bei Ihren Problemen bezüglich des Sexualtriebs zu helfen.

Der Cordyceps Vitalpilz

Dieser Pilz ist vor allem aus der traditionellen Chinesischen Medizinlehre bekannt und gilt im asiatischen Raum als ungemein wirksames Mittel bei nachlassendem sexuellen Verlangen und auch bei Impotenz. Der Cordyceps sinensis, wie er in der Fachsprache bezeichnet wird, ist ein Heilpilz, der in Höhen von 3.000 bis 5.000 Metern im Himalaya-Gebirge wächst und sehr selten vorkommt. Durch seine entspannende Wirkung auf das glatte Muskelgewebe im Penis ermöglicht er den besseren Zufluss von Blut und somit eine Erektion. Zudem fördert er die Produktion von Samenzellen. Beide gemeinsam sind Bestandteile intensiver körperlicher Liebe und prickelnder Erotik.

Die wilde Yamswurzel bzw. Mexican Wild Yam

Die aus Südamerika stammende Wurzel kann vor allem Frauen helfen, ihren Sexualtrieb zu intensivieren. Die Yamswurzel enthält nämlich Diosgenin, einen Vorläufer von Progesteron, aus dem sich natürliches, also körperidentisches Progesteron produzieren lässt, allerdings nur im Labor. Trotzdem hat auch Mexican Wild Yam geringe progesteronähnliche Wirkungen. Aus diesem Grund wird es traditionell Frauen empfohlen, bei denen eine Östrogendominanz diagnostiziert wurde.

Agnus Castus als Mittel zur Steigerung des sexuellen Verlangens

Schon sehr lange ist der Mönchspfeffer oder Keuschlamm, im Fachjargon als Agnes Castus bezeichnet, als Mittel bei sich abschwächendem Sexualtrieb bekannt. Die Ursache für seine Wirkung besteht darin, dass er als sogenannter Prolaktinhemmer fungiert. Bei Prolaktin handelt es sich um ein Hormon, welches nach dem Orgasmus dafür sorgt, dass Männer und Frauen sich entspannen und nicht sofort wieder sexuell aktiv sein können. Das bedeutet, dass nur Männer und Frauen mehrmals hintereinander und in kurzer Zeit Sex praktizieren können, die einen extremen Mangel an Prolaktin aufweisen. Um die optimale Wirkung von Mönchspfeffer zu erzielen, ist die korrekte Menge entscheidend. Falls man nämlich zu wenig einnimmt, wird das sexuelle Verlangen eher gehemmt und nicht gesteigert.

Yohimbe für gesteigerte Lust bei Mann und Frau

Die Rinde des in Afrika beheimateten Yohimbe-Baumes hat zwei entscheidende Wirkungen, die den Sexualtrieb beim Mann unterstützen. Die Ursache dieser Wirkungen ist das Yohimbim, ein Wirkstoff mit aphrodisierender Wirkung, der zudem in der Lage ist, die Penisvenen zu verengen, sodass eine längere Erektion möglich wird. Vermutlich hat Yohimbe auch Auswirkungen auf das menschliche Gehirn, denn die sexuelle Bereitschaft soll deutlich ansteigen. Wenn Sie Yohimbe ausprobieren möchten, ist ein wenig Vorsicht geboten, denn die Rinde wird als leichte Droge eingestuft, weshalb Präparate mit den entsprechenden Wirkstoffen der Verschreibungspflicht unterliegen. Daher ist es sinnvoll, die Verwendung von Yohimbe mit Ihrem Arzt zu besprechen.

Wilder Hafer, Granatapfel, Maca und DIM steigern den Sexualtrieb

neben den bereits vorgestellten Pflanzen besitzen auch Wilder Hafer, Granatapfel, Maca sowie das im Broccoli enthaltene DIM durch bestimmte Wirkstoffe Eigenschaften, die dazu geeignet sind, einem sich abschwächenden Sexualtrieb entgegenzuwirken und die Lust an der Lust wieder zu steigern, unabhängig vom Alter der Person, die mit diesem Problem zu kämpfen hat.

Fazit - Auch im Seniorenalter hat der Sexualtrieb seine Berechtigung

Auch wenn viele das Gegenteil behaupten, dürfen Sie selbstverständlich auch im Alter von 55 Jahren oder mehr noch Liebe und Lust empfinden, diese mit einem Partner oder einer Partnerin beim Sex ausleben und bei Problemen mit Ihrem sexuellen Verlangen zu den zur Verfügung stehenden Mitteln greifen, um in diesem Bereich leistungsfähig zu bleiben.

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