Depressionen im Alter - Was Sie selbst dagegen tun können

Depression – so kommen Sie aus dem Seelentief

Eine Depression ist eine ernstzunehmende psychische Krankheit und die Zahl der Betroffenen steigt stetig an. Eine frühe Diagnose und Therapie sind besonders wichtig, um wieder aus dem Seelentief zu kommen. Neben Psychotherapie und einer Behandlung mit Medikamenten gibt einige sinnvolle Alltagsmaßnahmen, die betroffenen Menschen aus der Depression heraushelfen können. Ein strukturierter Alltag, eine verständnisvolle Familie sowie Freunde, Tageslicht und Bewegung können bei der Bewältigung einer Depression sehr hilfreich sein.

Tagesrhythmus erhalten oder wiederaufbauen

Eine Depression bringt den gewohnten Tagesrhytmus des Betroffenen meist komplett durcheinander. Es gibt oftmals keine festen Zeiten für Schlafen, Wachsein, Essen und Trinken oder andere Tätigkeiten mehr. Um in dieser schwierigen Situation wieder Halt zu finden, ist die Hilfe von Angehörigen sehr wichtig. So können regelmäßig wiederkehrende Fixpunkte wie feste Essenszeiten oder andere feste Gewohnheiten helfen, den Tagesablauf zu erhalten oder wiederaufzubauen.
Da fast jede Depression mit Schlafstörungen einhergeht, ist ein geregelter Tagesablauf ebenfalls wichtig. Die Bekämpfung der Schlafstörung ist ein wesentlicher der Therapie bei einer Depression. Um den Nachtschlaf zu fördern ist es wichtig, am Tag möglichst nicht oder wenig zu schlafen. Wenn es ohne Mittagsschlaf gar nicht geht, sollte dieser nicht länger als eine halbe Stunde dauern.

Hilfe aus der Familie und dem Freundeskreis

Familie und Freunde sind eine wertvolle Hilfe, wenn es um die Motivation eines depressiven Menschen geht. Der Erkrankte sollte jedoch nicht mit gutgemeinten Ratschlägen überschüttet, sondern einfach so normal wie möglich behandelt werden. Wenn Angehörige und Freunde die Depression akzeptieren und den Betroffenen wie gewohnt in Aktivitäten des Alltags einbinden, ist das oftmals sehr hilfreich.

Bewegung, Sport, Licht und Kreativität

Um die Stimmung zu heben ist es ratsam, sich so oft wie möglich an der frischen Luft zu bewegen. Es gibt verschiedene Studien die belegen, das sich durch Sport eine Depression bessern kann. Besonders Ausdauersportarten mit moderater Belastung wie Radfahren, Schwimmen, Joggen, Wandern oder Nordic Walking stehen hier an erster Stelle. Die antidepressive Wirkung wird durch die Ausschüttung glücklich machender Endorphine erzielt. Außerdem wird der Stoffwechsel angekurbelt und Stress abgebaut. Dadurch können die Medikamente, die zur Behandlung erforderlich sind, besser wirken. Da es depressiven Menschen schwer fällt die Motivation zu finden, sich sportlich zu betätigen, ist es ratsam sich mit jemandem zum Sport zu verabreden. Die Bewegung an der frischen Luft hat noch einen weiteren Pluspunkt, denn auch Tageslicht wirkt sich positiv auf die Stimmung aus. Einen ähnlichen Effekt bringen kreative Tätigkeiten. Egal ob Basteln, Malen, Stricken, Häkeln, Töpfern, Fotografieren oder Singen – der Betroffene muss selbst herausfinden was ihm Spaß macht und Erfolgserlebnisse bringen kann.

Schokolade und Alkohol

Was bei der Bewältigung einer Depression überhaupt nicht hilfreich ist, ist der Konsum von Schokolade und Alkohol. Oftmals versuchen depressive Menschen mit Alkohol eine Art Selbstheilungsversuch zu starten, schließlich wirkt Alkohol anfangs tatsächlich stimmungsaufhellend. Auf längere Sicht verstärkt sich aber durch Alkoholkonsum die Antriebsarmut und die Müdigkeit nur noch mehr. Für die Therapie einer Depression ist Schokolade genauso unnütz wie Alkohol, auch wenn sich das Gerücht, dass sie stimmungsaufhellend wirkt, hartnäckig hält. Auch gibt es keine wissenschaftlichen Belege, dass Nahrungsergänzungsmittel wie Vitamin D, Aminosäuren oder Omega-3-Fettsäuren Einfluss auf die Stimmung haben und so bei Depressionen hilfreich sein könnten.

 

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