Als Rentner nach Dänermark auswandern

Den Lebensabend in Dänemark verbringen

Als Rentner nach Dänemark auswandern
Nach einem erfüllten Arbeitsleben stellt der Eintritt ins Rentenalter eine neue Herausforderung dar, die viele Fragen aufwirft. Immens wichtig ist für viele Rentner eine sinnvolle Gestaltung ihrer dazu gewonnenen Freizeit. Wobei Freizeit auch die Freiheit bedeutet, seinen Wohnort unabhängig vom Arbeitsplatz nach Belieben wählen zu können und seinen Lebensabend gegebenenfalls woanders in Europa, zum Beispiel in Dänemark, zu verbringen. Unser nördliches Nachbarland Dänemark ist bei Deutschen als Auswanderungsland sehr beliebt. Neben einer reizvollen Natur bietet es bezahlbare Immobilien und eine gute Infrastruktur. Zu beachten sind allerdings höhere Lebenshaltungskosten als in Deutschland. Um einen akzeptablen Lebensstandard aufrechterhalten zu können, ist es sinnvoll, sich bei Auswanderungsplänen über die zu erwartenden Kosten eines Lebensabends in Dänemark vorab zu informieren. Selbstverständlich gibt es erhebliche Unterschiede zwischen Städten und ländlichen Regionen. Von Mieten bis zu Lebensmitteln ist Kopenhagen allen voran der Spitzenreiter.

Überwindbare Sprachbarrieren

Besonders im Grenzgebiet zu Deutschland sprechen und verstehen viele Dänen Deutsch. Wer darüber hinaus als Auswanderer über gute Englischkenntnisse verfügt, sollte mit der Verständigung zunächst kein Problem bekommen. Falls eine feste Zukunft in Dänemark geplant ist oder das Aufbessern der Rente durch einen Zusatzjob angestrebt wird, ist das Erlernen der Sprache jedoch dringend geboten. Außerdem vereinfacht es die Kontaktaufnahme mit den neuen Nachbarn, vor allem in ländlicheren Gegenden. Eine neue Sprache im Land zu lernen ist eine Herausforderung, deren Erfolg im Gespräch mit den Menschen unmittelbar spürbar ist. Und wen dennoch die Sehnsucht nach dem heimatlichen Idiom packt, der fährt über die Grenze zu einem Besuch nach Deutschland.

Die Vorteile der EU-Mitgliedschaft

Die Visumfreiheit innerhalb der EU ist ein weiterer Umstand, der einen Neuanfang in Dänemark erleichtert. Als deutscher Staatsbürger darf man einreisen und muss erst nach drei Monaten im Land eine Aufenthaltsgenehmigung beantragen. Das erfolgt bei der regionalen Staatsamtsbehörde und diese Genehmigung gilt zunächst für fünf Jahre. Auf die Erteilung der Genehmigung folgt die Registrierung beim Einwohnermeldeamt des neuen Wohnorts. Dazu ist ein gültiger deutscher Personalausweis oder Reispass sowie eine Geburts- oder Heiratsurkunde vorzuweisen. Wurde der Eintrag erfolgreich erledigt, erhält neue Bewohner seine individuelle Personenkennzahl (CPR-Nummer) und seine Versicherungskarte für die staatliche dänische Krankenversicherung. Nach sieben Jahren im Land besteht schließlich die Berechtigung die dänische Staatsbürgerschaft zu erwerben.

Vorausschauende Planung

Gut geplant lassen sich viele Angelegenheiten leichter regeln, weshalb einige Aufgaben schon von Deutschland aus vorbereitet werden sollten. Dazu gehören in erster Linie - neben dem Erwerb von Grundkenntnissen über die neue Heimat - alle für die Auswanderung notwenigen Dokumente wie Ausweis, Geburtsurkunde, deutscher Führerschein, Abmeldebestätigung des Einwohnermeldeamts und eventuell noch Arbeitszeugnisse zur Hand zu haben. Ein gültiger deutscher Führerschein kann genutzt werden und wird am neuen Wohnort bei der zuständigen Führerscheinstelle problemlos in einen dänischen umgeschrieben.

Die Rentenauszahlung in Dänemark

Die brennende Frage nach dem Rentenanspruch im Ausland lässt sich aufgrund des Sozialversicherungsabkommens zwischen Deutschland und Dänemark klar positiv beantworten. Die Umsetzung erscheint etwas kompliziert, denn auch wenn deutsche Rentenansprüche bestehen, bezieht man eine Rente nach einem der dänischem Modelle: Volksrente, ATP-System, betriebliche und private Rentenversicherungen.
Jeder, der in Dänemark lebt, auch ohne dort gearbeitet zu haben, hat Anspruch auf die Volksrente. Die Rentenhöhe ist abhängig von Einzahlungsdauer und -höhe und könnte dementsprechend unter dem deutschen Rentendurchschnitt liegen. Als Pflichtversicherung für Arbeitnehmer versteht sich das ATP-System. - Für Selbständige ist die Einzahlung freiwillig. - Bei Anspruch darauf wird sie zusätzlich zur Volksrente ausgezahlt. Wie in Deutschland auch sind die betrieblichen und privaten Rentenversicherungen unterschiedlich hoch und lassen sich auf die anderen Renten anrechnen.
Für einen entspannten Lebensabend in einem anderen Teil von Europa empfiehlt sich, sich vor der Auswanderung die Gesamthöhe der zu erwartenden Rentenauszahlung ausrechnen zu lassen. Gut vorbereitet lässt sich der neue Lebensabschnitt wesentlich entspannter ansteuern.

 

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